Montag, 3. August 2015

[Rezension] Schlamm oder die Katastrophe von Heath Cliff (Louis Sachar)

(c) Beltz & Gelberg Verlag

Ausgabe: Hardcover

Seiten:129

ISBN/ ASIN: 978-3-407-81199-8

Verlag: Beltz & Gelberg Verlag

Erschienen: 13.07.2015







Ich danke zunächst dem Verlag und "Blogg dein Buch" ganz herzlich, dass mir ein Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt wurde!

Marshall hat großen Stress mit einem Mitschüler. Deshalb nimmt er auf dem Nachhauseweg von der Schule eine Abkürzung durch den Wald. Tamaya, die normalerweise immer mit Marshall zusammen zur Schule und wieder nach Hause geht, folgt ihm. Mitten im Wald stoßen sie auf sehr merkwürdigen Schlamm. Weil der Mitschüler ihnen folgt und Marshall verprügeln will, kommt Tamaya mit dem Schlamm in Berührung und muss Zuhause feststellen, dass sie allergische Reaktionen zeigt. Der Mitschüler indessen wird am nächsten Tag vermisst.

Dieses Buch ist ein Kinder- und Jugendbuch. Entsprechend ist es sehr leicht und flüssig geschrieben. Es ist auch nicht sehr umfangreich. Ich hatte das Buch innerhalb eines Tages durch. Geschrieben ist die Geschichte im auktorialen Erzählstil. Der Erzähler gibt neben der Geschichte um die Jugendlichen auch Einblicke in Vernehmungsprotokolle mit Wissenschaftlern, was die Geschichte interessanter macht. Zudem gestaltet es die Geschichte auch spannender, da ich als Leser die Möglichkeit hatte, Zusammenhänge zu erkennen, die die Charaktere zunächst nicht hatten.

Die Figuren selbst sind sehr gut beschrieben. Ich konnte sie mir alle vorstellen und wusste stets, wer wer war. Die Geschichte ist nicht sehr lang, so dass nicht viel Platz für großartige Entwicklungen war. Trotzdem sind diese spürbar vorhanden. Ich konnte die Reaktionen und Handlungen der Figuren immer nachvollziehen. Gut gefallen hat mir, dass sich die Kapitel mit der Geschichte und den Vernehmungsprotokollen abgewechselt hat. Das gab mir die Möglichkeit, selbst mitzurätseln, was da passiert ist. Zudem hatte ich dann als Leserin einen ganz anderen Blickwinkel auf die Geschichte.

Die Geschichte beginnt recht seicht. Es dauert eine Weile, bis der Autor zum Wesentlichen kommt. Zwar ist liest sich das Buch bis dahin nicht langweilig. Ganz im Gegenteil, das durch den flüssigen Schreibstil vergehen die Seiten wie im Flug. Allerdings erwähnte ich ja bereits, dass das Buch nicht sehr umfangreich ist, so dass eine kurze Einleitung besser gewesen wäre - oder aber ein paar Seiten mehr. Das ein oder andere hätte noch ein bisschen mehr Tiefe haben können. Die Geschichte und ihr Konstrukt aber fand ich sehr gut durchdacht und auch die Ausführung hat mir ansonsten gut gefallen. Auch die Spannung fehlte nicht. Es gab insgesamt keine Spannungsspitzen, trotzdem war eine Grundspannung stets fühlbar. 

Der Autor beleuchtet das Thema Umwelt von einer etwas anderen Seite, über die man sicher auch mal nachdenken sollte. Ich kann euch das Buch daher empfehlen, besonders, wenn ihr Jugendbücher mögt. Ich vergebe daher 4/5 Sternchen.

Zum Buch geht es hier.

1 Kommentar:

  1. Das Buch liegt hier und wartet auf mich! Mal sehen, wann ich dazu komme? Aber "Löcher" hat mir sehr gut gefallen! LG

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