Dienstag, 25. August 2015

[Rezension] Engelsmacht (Sabine Niedermayr)

(c) Elvea Verlag

Ausgabe: Taschenbuch

Seiten:334

ISBN:  978-3945600726

Verlag: Elvea Verlag

Erschienen: 03.07.2015







Zunächst bedanke ich mich ganz herzlich bei der Autorin, dass sie mir im Rahmen der Blogtour ein Rezensionsexemplar überlassen hat.

Kate ist 17 Jahre alt und von einem Tag auf den anderen ändert sich ihr Leben. Sie sieht plötzlich Menschen, die sonst niemand sehen kann. Und sie tauchen immer dann auf, wenn etwas Schlimmes zu geschehen scheint. Zeitgleich häufen sich die Fernsehberichte über drohende Umweltkatastrophen. Erdbeben treten auf, Vulkane brechen aus, die gesamte Natur spielt verrückt. Ist das Ende der Welt nahe? Und welche Rolle wurde Kate zugedacht?

Diese Geschichte ist eine Geschichte ganz anderer Art. Ein Jugendbuch, auch für Erwachsene, mit einem Endzeitszenario. Normalerweise lese ich solche Geschichten, die mit Religion zu tun haben, nicht allzu gerne. Aber es gibt einige Ausnahmen, die mich überzeugen konnten. Dieses Buch gehört auf jeden Fall dazu. 

Schon allein der Prolog ist sehr aufwühlend. Der Leser steckt sofort mitten in der Geschichte. Und natürlich wollte ich auch sofort wissen, was hinter allem steckt. Wer sind diese rätselhaften Menschen, die sonst niemand außer Kate sieht? Der Schreibstil ist sehr flüssig. Die Geschichte wird im auktorialen Stil erzählt. Wobei ich oft das Gefühl hatte, sie wäre besser aus Kates Sicht geschrieben worden, da der Fokus sowieso nur auf ihr lag. So hätte der Leser ihr noch näher stehen können.

Die Charaktere und die Handlungsorte sind gut beschrieben. Aber am eindrucksvollsten fand ich die Naturereignisse. Die haben mir sehr viel Angst gemacht und mich nachdrücklich angeregt, mal wirklich darüber nachzudenken, was wir täglich der Natur antun. Die Stimmung des Buches ist sehr bedrückend. Die Autorin hat es wahrlich geschafft, mich in eine Endzeitstimmung zu versetzen. Die Verzweiflung und das Entsetzen waren regelrecht greifbar. Die Handlungen und Reaktionen der Figuren waren für mich immer nachvollziehbar. Lediglich die Handlung um Kate und ihren besten Freund fand ich etwas konstruiert. Bis zum Schluss wollte ihre Geschichte nicht so richtig in die eigentliche Geschichte passen. Erst am Ende offenbart sich dem Leser die ganze Wahrheit. Aber mich beschlich das Gefühl, das diese Handlung etwas zurechtgebogen wurde, damit es irgendwie noch passt und sinnvoll erscheint. Aber der Rest der Geschichte hat mir wirklich sehr gut gefallen, die Suche nach Antworten und dem Warum. 

Die Spannung kommt nicht zu kurz. Sie wird stetig aufgebaut, es gibt einige Spannungsspitzen, aber niemals entlädt sie sich vollständig. Gerade am Anfang gibt es sehr viele Rätsel und Geheimnisse, die sich erst im Verlaufe der Geschichte auflösen. Das Ende fand ich sehr überraschend. Aber es rundet die Geschichte sehr gut ab.

Zum Ende hin kommt die Religion immer mehr ins Spiel. Ich bin zwar nicht relegiös, aber trotzdem ist das immer wieder ein Thema, über das man sicherlich sehr gut diskutieren kann und das immer wieder auch neue Seiten zeigen kann.

Vor allem denjenigen, die sich sehr für Religion interessieren, kann ich das Buch sehr empfehlen. Es ist aber auch für diejenigen geeignet, die eigentlich eher nicht an Religion interessiert sind. Ich vergebe daher 4/5 Sternchen.

Zum Buch geht es hier.

1 Kommentar:

  1. Hi
    Ich finde deine rezi sehr gelungen und super das du es geschafft hast. Noch bevor die Tour läuft.
    Mit Religion hat das Buch nicht so viel zu tun wie man es dank der rezi meinen könnte, denn es ist verdrehte Religion! Aber das ist nicht tragisch ;-) .
    Liebe grüße
    Nicole

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