Dienstag, 11. August 2015

[Rezension] Die geheime Sammlung (Polly Shulman)

(c) PAN Verlag (jetzt: Droemer Knaur)

Ausgabe: Hardcover

Seiten: 432

ISBN/ ASIN: 978-3-426-40228-3

Verlag: PAN Verlag

Erschienen: 07.07.2010







Elizabeth ist eine Außenseiterin an ihrer Schule. Freunde hat sie auch nicht. Als ihr ein Job angeboten wird, eröffnet sich für sie eine neue Chance. Sie arbeitet in einem ganz besonderen Museum, in dem Gäste Gegenstände ausleihen dürfen. Viele dieser Gegenstände besitzen magische Kräfte. Doch ein Magie-Dieb treibt sein Unwesen im Museum. Elizabeth und ihre neuen Kollegen begeben sich auf dessen Spur. Doch Magie kann auch sehr gefährlich sein.

Dieses Buch war eine leichte und tolle Lektüre für zwischendurch. Es hat mich verzaubert und tief in die Geschichte eintauchen lassen. Bei dieser Geschichte handelt es sich um ein Kinder- und Jugendbuch. Entsprechend gestaltete sich der Sprachstil - er war angemessen, aber nicht zu einfach. Erzählt wird die Geschichte aus Pollys Sicht.

Die Charaktere sind allesamt gut beschrieben, jeden konnte ich mir vorstellen. Auch manch etwas verschrobener Charakter kam gut rüber. Das Museum, aber auch all die anderen Schauplätze wurden ebenfalls toll beschrieben. Die Autorin hat sehr darauf geachtet, dass diese aber nicht überhand nahmen. Gelangweilt habe ich mich also auf keiner einzigen Seite. Die Handlungen und Reaktionen fand ich meistens nachvollziehbar. Das Museum war ebenfalls sehr andächtig beschrieben. Man konnte die Atmosphäre richtig spüren. Allerdings konnte ich dem komplizierten Aufbau nicht immer ganz folgen. Ich bin sehr froh, dass ich dort nicht arbeite. Wahrscheinlich würde ich mich verlaufen. An einer Stelle habe ich mich gewundert, wieso etwas, was die Figuren doch schon eigentlich wussten, plötzlich ganz neu für sie war und sie allesamt so taten, als hätten sie das nicht mal vermutet. Aber das schadete dem Lesevergnügen nicht weiter. 

Ansonsten waren die Handlungen alle logisch und konsequent aufgebaut. Die Autorin hat es sich wahrlich nicht einfach gemacht, den Figuren aus den Nöten herauszuhelfen. So wurde auch das Spannungspotential stetig höher. Es gibt zwischendurch zwar nur kleine Spannungsspitzen, aber es gibt sie. Und mit jeder kleinen Spitze mehr, erhöhte sich die Spannung insgesamt. Und auf dem Höhepunkt des Spannungsbogens kam noch einmal richtig Fahrt in die Geschichte. Schön war dabei, dass nichts mutwillig konstruiert wirkte.

Und nebenbei wird der Leser mit Themen wie Freundschaft und Vertrauen konfrontiert. Das eine bedingt das andere, aber wie leicht kann man jemanden vertrauen? Auch die Charaktere sind nicht gleich zu durchschauen. Hinzu kommt, dass ich als Leserin das gegenseitige Misstrauen mitnahm und selbst anfing, den Charakteren böses zu unterstellen. Auch dies trug zur Spannung bei und hatte zur Folge, dass ich geschwind die Seiten umblättern musste.

Allen Kinder- und Jugendbuchinteressierten, die ein bisschen Magie erschnuppern wollen, sei dieses Buch wirklich empfohlen. Ich vergebe daher 4/5 Sternchen.

Zum Buch geht es hier.

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