Montag, 17. August 2015

[Rezension] Alea Aquarius 1 - Der Ruf des Wassers (Tanya Stewner)

(c) Oetinger Verlag

Ausgabe: Hardcover

Seiten:320

ISBN: 978-3-7891-4747-0

Verlag: Oetinger Verlag

Erschienen: 17.07.2015








Ich danke zunächst ganz herzlich dem Verlag und der Autorin, dass mir das Buch im Rahmen einer Leserunde auf Lovelybooks zur Verfügung gestellt wurde.
 
Alea leidet ihr ganzes Leben lang unter einer Kaltwasserallergie. Ständig muss sie aufpassen, dass sie mit dem kalten Nass nicht in Berührung kommt. An einem rabenschwarzen Tag erleidet ihre Pflegemutter einen Herzinfarkt. Die Pflegemutter berichtet ihr die Wahrheit, wie Alea zu ihr kam. Alea lernt die Alpha Cru im Hafen von Hamburg kennen und schließt sich ihnen an. Ihr Ziel: Sie will ihre richtige Mutter finden und das Geheimnis um ihre Herkunft lösen. Trotz ihrer Allergie will sie mit der Cru auf dem Meer schippern. Ob das so eine gute Idee ist?

Bei diesem Buch handelt es sich um ein wunderschönes Kinderbuch. Der Einstieg in die Geschichte fällt sehr leicht und beginnt direkt rätselhaft. Der Sprachstil ist für Kinder sehr angemessen, aber auch Erwachsene werden nicht unterfordert. Mit ganz viel Charme beschreibt die Autorin ein großes Abenteuer für Kinder.

Die Charaktere sind sämtlich sehr liebevoll gezeichnet. Auf den ersten Seiten bekommt der Leser sehr viel Gelegenheit, Alea und ihre Pflegemutter, aber auch die Mitglieder der Alpha Cru kennen zu lernen. Jeder der Charaktere ist einzigartig und zeichnet sich durch besondere Eigenschaften ab. Sie sind mir allesamt sehr ans Herz gewachsen, obwohl es mir nicht alle einfach gemacht haben. Aber das wäre ja auch langweilig.

Auch die Umgebung, das Segelboot, die Stadt, alles wurde sehr schön beschrieben und macht so richtig Lust, dem Abenteuer beizuwohnen. Der Leser bekommt einen wirklich lebendigen Eindruck der Orte. Aber auch die Handlungen, Aktionen und Reaktionen der Figuren ließen mich mitfiebern. Alles war logisch durchdacht, Reaktionen sehr nachvollziehbar. Die Gefühle der Figuren wurden sehr gut transportiert und der Leser fühlt unmittelbar mit. Außerdem entwickeln sich die Charaktere im Verlauf der Geschichte stetig weiter. Vieles wird anfangs lediglich gestreift und angedeutet. So wusste ich lange nicht so richtig, was hinter allem steckt. Ich war sehr neugierig, wohin die Reise geht. 

Die Autorin spricht auch ernste Themen an, die mehr oder weniger auch etwas vertieft werden. Aber sie tut es auf sehr kindgerechte Weise. Das hat mir sehr gut gefallen, denn das Leben macht auch vor Kindern nicht halt. Die Probleme werden sehr angemessen von den Kindern aufgenommen und gelöst. Die ein oder andere Situation wirkte hierbei, als ob die Autorin ein wenig nachhelfen musste und nicht so ganz realitätsnah. Aber das stört das Lesevergnügen und den Lesefluss überhaupt nicht. Hier müssen Erwachsene einfach mal ihre eigene Fantasie spielen lassen und sich in ein Kind denken.

Die Geschichte benötigt einige Seiten, um richtig Fahrt aufzunehmen. Es werden einige Geheimnisse angedeutet, aber erst sehr viel später teilweise geklärt. Manches bleibt bis zum Schluss offen, so dass es für den zweiten Band noch sehr viel Potential geben wird. Die Spannung blieb trotzdem nicht auf der Strecke. Sie wird stetig aufgebaut und hält konstant ihr Level. Zwischendurch gibt es immer wieder kleinere Spannungsspitzen, aber sie entlädt sich nie vollständig. Und natürlich endet Band 1 mit ganz vielen Fragen, die mich sehnsüchtig auf Band 2 warten lassen.

Allen Kindern und Erwachsenen, die Kinderbücher lieben, kann ich diese Geschichte wirklich empfehlen. Eine Geschichte mit Witz und Charme, die auch die ernsten Seiten des Lebens nicht ganz unbeachtet lässt. Ich vergebe daher 4/5 Sternchen.

Zum Buch geht es hier.

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