Dienstag, 23. Juni 2015

[Rezension] Timothy Freshwater und die unglaubliche Jagd nach dem magischen Schlüssel (Adrienne Kress)


Ausgabe: Gebunden

Seiten: 392

ISBN/ ASIN: 978-3401063768

Verlag: Arena Verlag

Erschienen: 15.07.2009






Timothy ist ein sehr intelligenter Junge. Und genau das ist sein Problem. Er ist nicht sonderlich beliebt, denn mit seinen Mitschülern will er nichts zu tun haben und die Lehrer sind von seiner Besserwisserei ziemlich schnell genervt. Und so ist es kein Wunder, dass Timothy von jeder Schule fliegt. So kommt es, dass er der Freund des Chefs seines Vaters wird, der im Besitz eines kostbaren Schlüssels ist. Schon bald offenbart sich ihm, wozu dieser Schlüssel benötigt wird. Timothy wird unfreiwillig Drachenmeister und es dauert gar nicht lange, da sind ihm Bösewichte auf den Fersen, um ihm den Schlüssel abzunehmen. Natürlich haben sie nichts Gutes mit dem Schlüssel vor.
 
Bei diesem Buch handelt es sich um ein Kinder- bzw. Jugendbuch. Entsprechend ist auch der Schreibstil einfacher gehalten. Das hat mich aber nicht gestört, denn ich lese ja sehr gerne auch Kinder- und Jugendbücher. Die Geschichte wird aus der allwissenden Perspektive erzählt, wobei sich der Erzähler dann und wann auch schon mal einmischt, um etwas näher zu erklären oder einfach kurz seine Meinung kundzutun. So hatte ich als Leserin immer das angenehme Gefühl, direkt in die Geschichte miteinbezogen zu werden. Der Schreibstil war sehr ansprechend und das Buch las sich sehr leicht und locker. 

Die Geschichte selbst wurde mit sehr viel Witz und Charme erzählt. Sie steckt voller Paradoxe und man muss ganz schön aufpassen, wenn man die nicht verpassen will. Die Überschriften haben mir ebenfalls sehr gut gefallen, da sie einen Hinweis darauf gaben, was mich im nächsten Kapitel erwartet, ohne dass zuviel verraten wird.

Der Protagonist dieser Geschichte ist natürlich ganz eindeutig Timothy. Allerdings kann ich gut nachvollziehen, weshalb es seinen Lehrern und Mitschülern schwer fiel, sich mit ihm anzufreunden. Teilweise ging mir der kleine Naseweis auch sehr auf den Nerv. Er ist sehr viel von Wut getrieben, und das schon aus nichtigen Anlässen. Je weiter man aber liest, um so verständlicher wird auch seine Wut. Es wird bewusst, warum er so wütend ist. Außerdem will er um jeden Preis erwachsen wirken, obwohl er doch erst 11 Jahre jung ist. Entsprechend ist er auch sehr oft zwiegespalten. Aber auch das erklärt sich im Laufe der Geschichte. Die Charaktere sind sämtlich gut und liebevoll gezeichnet. Die Autorin hat richtig toll die Eigenheiten einer jeden Figur herausgearbeitet. Ich wusste immer, wer wer war und kam mit den Namen nicht durcheinander. Die Entwicklungen der Figuren empfand ich sehr positiv. Die meisten Charaktere konnte ich allerdings ziemlich schnell einordnen. Dennoch gab es ein oder zwei Figuren, die mich sehr überrascht haben.

Die Spannung war definitiv vorhanden. Es gab sehr viele Drehungen und Wendungen, manche etwas vorhersehbar, andere wiederum gar nicht. Und so gab es so manchen Moment, an dem ich unbewusst die Luft angehalten habe. Aber leider gab es für mich auch so ein oder zwei Längen, da passierte rundweg eigentlich gar nichts. Und diese Passagen zogen sich dann ein wenig. Insgesamt aber hatte ich ganz tolle Lesestunden.

Leider hatte ich nicht begriffen, dass es sich um einen zweiten Band handelte. Das war aber nicht weiter schlimm, da diese Geschichte als eigenständige Geschichte gelesen werden und auch ohne den ersten Band verstanden werden kann.

Wer also Kinderbücher mag, der kann ganz getrost zu diesem greifen. Ich vergebe 4/5 Sternchen.

Zum Buch geht es hier.

 

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