Sonntag, 7. Juni 2015

[Rezension] Krieger des Lichts 2 - Sum lux in tenebris (Jasmin Romana Welsch)

ACHTUNG SPOILERGEFAHR!

(c) Jasmin Romana Welsch


 Ausgabe: mobi

Seiten: 690

ISBN/ ASIN: B00Q0DGRXA

Verlag: selfpublished

Erschienen: 22.03.2015






Ich danke zunächst der Autorin ganz herzlich, dass sie mir im Rahmen einer Blogtour ihr Buch zur Verfügung gestellt hat.

Mia leidet nach den schrecklichen Ereignissen unter schlimmen Depressionen. Es gibt keinen Grund mehr, weiterzuleben. Raphael kann zwar körperliche Wunden heilen, aber keine seelischen. Dennoch sind er und Keon für Mia da, wachen an ihrer Seite und sprechen ihr Mut zu. Es scheint ihnen zu gelingen, doch die seelischen Wunden bleiben. Sie kann sich nicht mehr öffnen. Und dann schlägt das Virus, das sie doch gerade erst bekämpft hatten, erneut zu.
 
Auch der zweite Band der Trilogie hat mich überzeugen können. Der Schreibstil war gewohnt flüssig, die Charaktere zu Beginn vertraut. Wiederum gelingt es der Autorin, den Charakteren Leben einzuflößen und mich an ihren Emotionen teilhaben zu lassen. Die Geschichte war wieder absolut logisch und konsequent aufgebaut. Allerdings empfand ich die Einführung in den zweiten Band ein wenig sehr lang. Nicht langatmig und langweilig, sondern einfach nur lang. Es dauerte eine Weile, bis ich das Gefühl hatte, dass die Geschichte richtig begann. 

Die Charaktere haben einen schweren Schicksalschlag erlitten. Insofern ist es auch verständlich, dass sie nicht mehr so sind, wie sie im ersten Teil waren. Auch Mias Gefühle waren absolut nachvollziehbar für mich. Ich konnte nachempfinden, dass sie unter schweren Depressionen leidet, schließlich hat sie gerade schwere Verluste erlitten. Verluste, die aber auch andere erlitten haben. Andere, die ebenfalls Trost und Zuspruch benötigten. Bei Mia war mir das Selbstmitleid nach einer ganzen Weile dann trotzdem ein wenig zu viel und begann, mich etwas zu nerven. Ich fand sie teilweise egoistisch und anstrengend in ihrem Selbstmitleid. Ich sehe natürlich ein, dass jeder anders mit Trauer umgeht und sie ganz unterschiedlich verarbeitet.
 
Die ganze Geschichte des zweiten Bandes floss wie ein kleiner Bach angenehm weiter mit einigen Stromschnellen. Es gab immer wieder Spannungshöhepunkte, die von ruhigen Passagen abgelöst wurden. Diese waren keineswegs langweilig, aber es passierte nicht allzu viel. Sie dienten eher dazu, den nächsten Spannungspunkt vorzubereiten und aufzubauen. Und auch in diesem Teil gab es wieder einige Überraschungen für mich, die ich nicht erwartet hätte. So manche Szene war wirklich ergreifend. Und abermals ließ mich ein Buch traurig am Ende zurück.
 
Für alle Fans des ersten Teils kann ich diesen Band ebenfalls empfehlen. Ich vergebe tolle 4/5 Sternchen.
 
Zum Buch geht es hier.

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