Donnerstag, 4. Juni 2015

[Rezension] Hexenkinder 1 - Das Fenster in die Vergangenheit (Sabine Bürger)

(c) Bookshouse Verlag

Ausgabe: mobi

Seiten:300

ISBN/ ASIN: 978-9963724284

Verlag: Bookshouse Verlag

Erschienen: 31.12.2012







Ich danke zunächst dem Verlag und der Autorin, dass mir im Rahmen der Blogtour ein Leseexemplar zur Verfügung gestellt wurde!

Samantha und ihre Freundinnen werden in ein großes Familiengeheimnis eingeweiht. Ihre Mutter Soraya war in der Lage, mit ihrer Großmutter in die Vergangenheit zu reisen. Sie landeten im Mittelalter und erlebten dort viele gefährliche Abenteuer. Völlig fasziniert beschließen die Freundinnen, diese Reise ebenfalls zu wagen. Durch einen glücklichen Zufall gelingt es ihnen, die "Remember me"'s, die ihnen helfen, zurück zu kommen und das Tor in die Vergangenheit zu finden. Sie landen im Mittelalter und müssen direkt ihr erstes Abenteuer bestehen. Doch wer denkt, dass die Geschichte damit schon ihr Ende gefunden hat, irrt. Denn Samantha hat ihr Remember me einem Mädchen gegeben, das sie vor dem Scheiterhaufen gerettet haben. Ihr bleibt daher der Weg in die eigene Zeit verwehrt.

Bei dieser Geschichte handelt es sich um ein Jugendbuch, in dem dem Leser sehr anschaulich und altersgerecht die Zeit des Mittelalters  nahe gebracht wird. Die Geschichte las sich sehr flüssig. Erzählt wird sie vom auktorialen Erzähler, aber trotzdem richtet der Erzähler hin und wieder besonderes Augenmerk auf den einen oder anderen Charakter. 

Die Charaktere sind gut gezeichnet. Sie sind gut ausgearbeitet und ich konnte sie mir absolut vorstellen.  Auch die Handlungsorte sind sehr gut beschrieben worden. Insbesondere die Zeit des Mittelalters konnte ich sehr gut nachvollziehen. Die Autorin hat "das dunkle Zeitalter" wirklich großartig dargestellt. So habe ich mir das bisher auch immer vorgestellt, wie es damals sein musste. Sie war auch konsequent darin, wie schwer es den Protagonisten manchmal fiel, in der Vergangenheit nicht die wahre Herkunft auszuposauen oder sich mit den fremden Sitten und Gebräuchen bekannt zu machen. 

Die Fortentwicklung der Geschichte war stets interessant und spannend und ich brannte darauf zu erfahren, wie es weiterging. Wenngleich das Spannungslevel der Geschichte nicht gleichmäßig hoch angelegt war, so gab es doch einige deutliche Spannungshöhepunkte. Zwischen diesen fand ich die Geschichte aber keineswegs langweilig. Es blieb überaus interessant und ich blieb sehr gerne an dem Buch dran.

Ein paar kleine Fragen sind für mich offen geblieben. Und es gab für mich auch zwei kleinere Dinge, die ich nicht logisch fand. Um nicht zu spoilern verzichte ich an dieser Stelle darauf, näher auf die Logikfehler einzugehen. Vielleicht fallen sie euch auch nicht auf oder ihr seht das ganz anders? Alles ist möglich. Aber ansonsten fand ich die Handlungen durchweg logisch und konsequent aufgebaut. Erwachsene dürfen vielleicht manches nicht ganz so eng nehmen, es ist immerhin ein Jugendbuch und die Protagonisten sind Kinder. Möglich, dass man manche Handlungen als naiv betrachten würde, aber selbst das finde ich wiederum nur konsequent. Keiner würde Kindern erwachsenes Handeln abnehmen. Insofern fand ich alles nachvollziehbar.

Auf jeden Fall lohnt sich diese Lektüre für jeden, der sich für Zeitreisen und das Mittelalter interessiert. Dieses Buch vermittelt wesentlich besser als jedes Geschichtslehrbuch ein Bild des Mittelalters, ohne jedoch ein Lehrbuch zu sein. Ich vergebe daher tolle 4,5/ Sternchen.

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1 Kommentar:

  1. Mit tollen, authentischen Charakteren, einer interessanten Handlung und spannenden Momenten lernt es sich doch am Besten für Geschichte. =)) Meinetwegen bräuchte man nicht mehr unbedingt Geschichtsunterricht, sondern könnte so eine Stunde für Bücher mit einer Handlung in vergangenen Zeiten einräumen. =)) Da könnte man mit diesem Buch auch perfekt anfangen. Hört sich wirklich total interessant an! =)

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