Mittwoch, 8. April 2015

[Rezension] Sommerkuss (Fabienne Siegmund)



http://www.bookshouse.de/
(c) Bookshouse Verlag

Ausgabe: Mobi

Seiten:349

ISBN/ ASIN: B00UJF33YG

Verlag:Bookshouse

Erschienen: 07.04.2015






Ich danke dem Verlag, dass er mir im Rahmen der Blogtour ein Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt hat.

Rain hat ein gebrochens Herz. Der Junge, in den sie verliebt ist, hat sie zurückgewiesen. Sie läuft ziellos durch New York. Doch plötzlich steht sie vor einem Kreidebild mit Einhörnern. So lernt sie Christian kennen. Doch er ist gefährlich, denn er ist ein Winterjunge, ein Sohn von Väterchen Frost, der einen Fluch über seine Kinder gelegt hat. Und dann gibt es auch noch Danny, den Sommerjungen, der ebenfalls gefährlich ist. Rain ahnt nicht, dass die kommenden Ereignisse alles in den Schatten stellen, was ihr bisher widerfahren ist. Sie muss an Märchen glauben und sich ihnen stellen, um ihre Liebe zu retten. 

Diese Geschichte ist einfach einmalig. Als bekennender Märchenfan musste ich sie einfach lesen und ich wurde nicht enttäuscht. Die Autorin schreibt sehr flüssig, es gibt keine langen Schachtelsätze und doch ist ihr Stil nicht anspruchslos. Ihr gelingt der schwierige Spagat, Märchen und Realität mit einer kleinen Portion Philosophie zu vereinen, ohne dass der Leser gelangweilt oder überfordert ist. Ganz im Gegenteil. Die Sprache ist so schön, man muss sie einfach zusammen mit der Geschichte genießen.

Die Charaktere sind rundum sehr gut beschrieben. Zu jedem der Figuren hatte ich während des Lesens ein klares Bild vor Augen. Auch die Handlungsorte konnte ich mir sehr gut vorstellen. Die Handlungen selbst sind stets sehr einfühlsam beschrieben. Ich kam nicht umhin, das ein oder andere Tränchen zu verdrücken. Die Autorin bewahrt dem Leser alles märchenhafte, denn das Buch vereint so einige bekannte Märchen. Sie schafft es, dem Alltag wieder einen besonderen Glanz zu verleihen, die Augen für kleine und große Wunder zu öffnen und das Herz wieder an Dinge glauben zu lassen, die mit dem Erwachsenwerden leider verloren gehen.

Es gibt in dieser Geschichte keine sehr große Entwicklung der Figuren, aber es gibt eine spürbare Entwicklung. Man darf nicht vergessen, dass es sich um ein modernes Märchen handelt. Entsprechend sind auch die Elemente wie das Gute und das Böse enthalten und weitestgehend voneinander abgegrenzt. Trotzdem gelingen Fabienne Siegmund einige Überraschungen, die der Geschichte eine anständige Portion Würze verleihen. Der Leser kann sich einfach mit der Geschichte treiben lassen, vielleicht mag er manche Dinge vorhersehen, vielleicht aber auch nicht. Gut und Böse sind zwar meistens klar erkennbar, jedoch bekommen alle Handlungen einen Sinn und eine Bedeutung. Anders also als im Märchen, wo das Böse einfach schlichtweg böse ist und man dessen Motivation auch nicht verstehen kann und möchte. 

Die Spannung der Geschichte lässt keine Sekunde nach. Sie wird stetig aufgebaut 

Die Handlungen selbst sind sehr logisch aufgebaut und nachvollziehbar. Fragen und Unklarheiten, die beim Leser aufkommen, werden nicht immer beantwortet, aber nie außer Acht gelassen. Es ist nur so, dass diese Fragen zu einer anderen Geschichte gehören, die in diesem Buch nicht erzählt werden soll. Auf jeden Fall greift die Autorin diese auf, so dass ein abgerundetes modernes Märchen entstanden ist. Alles nimmt seinen natürlichen Lauf, den die Sterne ihm vorgeben. Nichts wirkt konstruiert oder zurechtgebogen.

Dieses Buch kann ich großen und kleineren, alten und jungen Märchenfans nur unbedingt weiterempfehlen. Hört auf euer Herz und die Sterne und lest diese tolle Geschichte. Ich vergebe 5/5 Sternchen.

Zum Buch geht es hier.






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