Sonntag, 19. April 2015

[Rezension] Käpt'n August und der Mond aus Gold (Peter Bunzel)




Ausgabe:mobi

Seiten: 188

ISBN/ ASIN: B00NEF3KNW

Verlag: selfpublished








Ich danke dem Autor ganz herzlich, dass er mich auf sein Buch aufmerksam gemacht hat!

Begebt euch  mit der Giraffe August, die ihren Hals unendlich lang machen kann, einer völlig verrückten und kunterbunt gemischten Piratencrew und dem Piratenfisch Mick  auf ein völlig verrücktes Abenteuer. Versucht gemeinsam, eure Freunde und gleichzeitig die Welt zu retten, denn natürlich lauern böse Feinde überall, wo du es nicht erwartest.

Man nehme Klänge, Farben, Buchstaben, verschiedene Tiere, Fische und Schiffe, und zwar von allem reichlich. Man schüttele alles so kräftig man kann, lasse alles ein wenig ruhen und schüttele es noch einmal kräftig vor dem Öffnen. Fertig ist eine wunderschöne Geschichte für Groß und Klein. Eine Geschichte, in der Fische und Schiffe ihre Buchstaben gewechselt haben. Eine Geschichte, in der August seinen Hals so lang machen kann, dass er sogar in die Zukunft blicken kann. Eine Geschichte, in der du viele neue Freundschaften schließen kannst, in der du dich aber auch vor gar Schrecklichkeiten wie Zombiesekunden in Acht nehmen musst. Aber pssst! Ich will sie lieber nicht zu oft erwähnen, denn sonst locke ich sie noch an.

Dieses Buch hat einen sehr erfrischend leichten Stil. Allerdings musste ich mich auf den ersten Seiten erst einmal einstimmen, dass nichts so ist, wie wir es kennen. Die Fische sind Schiffe, Schiffe sind Fische und anfangs habe ich mich gefragt, ob alle Fische Schiffe sind und ob man Schiffe essen kann. Aber der Autor gibt sich alle Mühe, dem Leser den Einstieg zu erleichtern. Er beschreibt alle Figuren und Orte sehr bildlich und anschaulich. Er scheint es jedoch zu lieben, den Leser ein wenig zappeln zu lassen. Wann immer ein neuer Charakter vorgestellt wird, geschieht dies zunächst lediglich mit den Namen der Figur und dem, was er gerade tut. Erst nach und nach erfährt der Leser mehr. Und für sämtliche Figuren gilt: "Nomen est omen" Auf mehr möchte ich hier - so sehr es mir auch in den Fingern kribbelt - nicht eingehen. Ihr müsst die Geschichte einfach selbst lesen, um zu erfahren, was ich meine.

Obwohl die Geschichte sehr flüssig zu lesen ist, musste ich mich anfangs sehr auf die Figuren und die Umwelt konzentrieren. Denn - wie ich dies bereits angedeutet habe - steht einfach alles Kopf, und auf eine sehr positive Art geht es sehr chaotisch in dieser Geschichte zu. Die Handlungen allerdings sind wieder allesamt logisch und nachvollziehbar. Sie verfolgen konsequent ihren roten Faden und kommen nicht vom Weg ab. Trotzdem es für mich nicht so viele überraschende Wendungen gab, ich habe alles mit Spannung verfolgt und war begierig darauf, wie es weitergeht. Die Spannung selbst wurde stetig aufgebaut und entlud sich zwischendurch in kleinen, aber rasanten Szenen.

Zudem ist das Buch mit einigen Illustrationen versehen, die sehr liebevoll das Chaos und die Charaktere veranschaulichen.

Wer aber denkt, diese Geschichte ist einfach nur eine Geschichte, zum entspannen und anschließend vergessen, der hat weit gefehlt. Denn zwischen den Zeilen öffnet der Autor dem aufmerksamen Leser die Augen und versucht ihn zu sensibilisieren, auch wieder kleine und unscheinbare Dinge wichtig zu nehmen. Das hat mir sehr gut gefallen. 

Für die Allerkleinsten mag die Geschichte noch nichts sein, denn es steckt zuviel Aufregung zwischen den Seiten, aber allen anderen kann ich diese tolle Geschichte empfehlen. Dieses Geschichte muss man gelesen haben. Ich bin einfach schlichtweg begeistert über gänzlich neue Wesen, die es noch nie gegeben hat und wie der Autor es schafft, mich mit seiner Fantasie anzustecken. Ich vergebe daher 5/5 Sternchen.

Zum Buch geht es hier.

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