Montag, 27. April 2015

[Rezension] Die Liebe ist (k)ein Basketballspiel 1 - Jump Ball (Emma Wagner)

(c) Juliane Schneeweiss

Ausgabe: mobi

Seiten: 238

ISBN/ ASIN: B00UVYTHEA

Verlag: selfpublished

Erschienen: 30.04.2015







Ich danke der Autorin ganz herzlich, dass sie mir ein Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt hat und ich dieses Buch vorab lesen durfte!



Marie ist Kulturkritikerin einer kleinen Zeitschrift, und zwar durch und durch. Sie liebt klassische Musik, Malerei und alles, was mit Kunst zu tun hat. Milan dagegen ist Basketballer mit Leib und Seele. Kunst verbindet er eigentlich eher mit neuen Stellungen im Bett. Eines Tages muss Marie ihre Kollegin, die Sportreporterin ist, vertreten und Milan interviewen. Das Interview endet in einer Katastrophe und einige Lawinen werden losgetreten.

Ein neuer Roman von Emma Wagner und er konnte mich voll und ganz überzeugen. Der Schreibstil ist locker und leicht; das Buch liest sich sehr flüssig. Und gewürzt ist die Geschichte mit einer anständigen Portion Humor. Es ist toll, wenn man am Montag morgen gleich nach dem Aufstehen von Lachanfällen geschüttelt wird. Und da ich persönlich zwar viel Humor besitze, aber trotzdem längst nicht über alles lachen kann und teilweise hohe Ansprüche habe, will das wirklich etwas heißen.

Die Charaktere sind sehr gut gezeichnet. Obwohl Milan vielleicht schon ein wenig in die Bad-Boy-Schublade gesteckt werden kann, bleibt er trotzdem nicht platt und zeigt im Verlaufe der Geschichte seine vielen Facetten. Und auch Marie, eher ein Mauerblümchen, hat noch einige Überraschungen für den Leser parat.

Die Geschichte wird abwechselnd aus Maries und Milans Sicht geschrieben. Der Autorin gelingt es mit Leichtigkeit, die Rollen der beiden zu wechseln wie eine Schauspielerin. Sie hat perfekte Basketballkenntnisse und könnte Milan stundenlang darüber fachsimpeln lassen. Aber sie kennt sich auch perfekt mit der eher klassischen Kultur aus und weiß sich entsprechend zu benehmen. Da kann sie wiederum stundenlang Chopin oder Beethoven zuhören, Goethe und Shakespeare lesen und Kunstgemälde können sehr eingehend interpretiert werden. Mit anderen Worten: egal, welcher der beiden Protagonisten gerade die Geschichte weitererzählt, sie beide wirken immer autenthisch, in dem was sie tun und sagen. Ich konnte mich sehr gut in sie hineinversetzen und alles nachvollziehen. Sogar leicht angetrunken habe ich mich gefühlt, obwohl ich tatsächlich keinen Alkohol trinke, schon gar nicht Montagmorgen. 

Der Handlungsverlauf selbst sorgt für Irrungen und Wirrungen.  Die Geschichte folgt zwar konstant ihrem roten Faden, aber der Weg zum Ziel ist steinig. Ich habe mit Spannung und Begierde darauf gewartet, wie die Charaktere zu ihrem Ziel kommen. Allerdings ist dies erst der erste Teil und ich muss jetzt noch warten, bis ich erfahren werde, wie es weitergeht.

So leicht und witzig die Kost auch ist, trotzdem regt sie auch ein wenig zum Nachdenken an. Leben und leben lassen, lautet das Motto. Niemand ist besser als andere und jedes Interesse hat seine ganz eigene Daseinsberechtigung.

Dieses Buch kann ich euch definitiv empfehlen. Ich vergebe daher 5/5 Sternchen.

Zum Buch geht es hier.

1 Kommentar:

  1. Oh Gott! Dieses Cover ist sooo cool!! *--* Der Basketball hat einfach mal die Form von einem Herzen. =))) Mit dem könnte man sicherlich Baseball mit mir spielen. Ich würde ihn bestimmt gut verteidigen. ;-)) (Das ist ein Basketball in Herzform! Warum also sollte man damit nicht Baseball spielen können? =P) Das Buch hört sich auf jeden Fall toll an. Guter Humor, authentische Charaktere und man merkt sogar, dass die Autorin sich in beiden Interessengebieten der Charaktere gut auskennt. Ich denke, dass spricht total für das Buch. =) Tolle Rezi!

    Ganz liebe Grüße
    Leni =)

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