Mittwoch, 22. April 2015

[Rezension] Anthony Noll und der goldene Zeigefinger (Buch 1 & 2) (Francis Linz)

http://www.anthony-noll.de/
(c) Francis Linz
Ausgabe:mobi

Seiten:214

ISBN/ ASIN: B00RKUN06E

Verlag: selfpublished

Erschienen: 17.12.2014








Ich danke dem Autor ganz herzlich, dass er mir ein Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt hat!


Nach einem Unfall erwacht Anthony in einer völlig fremden Umgebung. Nichts und niemand kommt ihm bekannt vor. Er ist ein Roboter und fragt sich, ob er träumt oder ob das so eine Art Himmel ist. Zusammen mit drei anderen Roboterkindern geht er zur Schule und lernt außergewöhnliche Fächer, denn er wird zum Zauberer ausgebildet. Und er muss seine Roboterfreundin Sims retten, die schwer krank ist und deren endgültige Abschaltung kurz bevorsteht.

Dieses Buch hat mich von Beginn an in seinen Bann gezogen. Obwohl die Geschichte durchaus eine Geschichte für Kinder sein könnte, ist sie dies nicht. Aber Erwachsene werden schon allein durch den Schreibstil viel Vergnügen am Lesen haben. Wer vermutet, dass dieser nämlich leicht ist und die Geschichte somit einfach überflogen werden kann, der liegt hier falsch. Der Schreibstil mutet teilweise ein wenig altmodisch an. Dies liegt wohl auch darin begründet, dass die Satzstellung etwas ungewöhnlich ist. Außerdem macht der Autor gerne aus Halbsätzen eigenständige Sätze. An Stellen, an denen normalerweise zwei Satzhälften durch ein Komma getrennt werden, wird ein Punkt gesetzt Und so habe ich einfach Wort für Wort gelesen und genossen. Aufgesaugt wie ein Schwamm, immer begierig darauf zu erfahren, wie es weitergeht mit Anthony und seinen Freunden.

Die Charaktere und deren Umgebung sind toll beschrieben, niemand bleibt blass im Hintergrund. Jeder zeichnet sich durch seine Schwächen und Stärken aus. Und was mir am besten gefallen hat: Die Umwelt nimmt der Autor stets durch die Augen seiner Figuren wahr, nicht umgekehrt. Wenn von der Erde die Rede ist, dann beschreibt der Autor diese aus Sicht seiner Figuren. Er kennt die Erde also nicht, kann entsprechend auch die Lebewesen nicht wie selbstverständlich benennen. Der Blick auf die Erde war ein Blick durch ganz fremde Augen. Das fand ich großartig.

Der Leser erfährt auch so einige Hintergründe über die Charaktere. Dabei schweift der Erzähler aber nicht ab, sondern erzählt so viel, wie man als Leser wissen muss, um Handlungen und Verhalten der Figuren zu verstehen. Die Zeitsprünge zwischen den Hintergründen aus der Vergangenheit und dem Jetzt sind klar und verständlich. An keiner einzigen Stelle musste ich mich fragen, wo ich mich eigentlich gerade befinde.

Die Geschichte wird niemals langweilig. Ganz im Gegenteil. Der Autor baut ständig erneut Spannung auf, die sich in einigen Szenen entladen. Und der Autor zeigt, dass es nicht immer Flucht-/ Kampfszenen sein müssen, sondern auch mal angeblich "ruhigere" Szenen wie Prüfungen etc. sein können, die vor Spannung nur so brodeln. Francis Linz vermag es einfach, jegliche Aufregung perfekt zu transportieren, so dass ich einfach mitzittern und mitleiden musste.


Die Handlungen der Figuren waren durchweg schlüssig. Er deckt sogar Lügen auf, die mir selbst entgangen sind, obwohl ich eigentlich darüber hätte stolpern müssen. Da es sich hierbei um den ersten Teil einer Reihe handelt, bin ich mit vielen Fragen am Schluss zurückgeblieben. die mir hoffentlich alle noch beantwortet werden. 

Lasst euch diese Geschichte nicht entgehen. Sie ist einfach wundervoll geschrieben und ich kann sie jedem ans Herz legen. Ich vergebe daher 5/5 Sternchen.

Zum Buch geht es hier.

Kommentare:

  1. Danke sagen Francis und Anthony. (Aber auch die anderen!) Schön, dass Sie die Seele gespürt haben, die das Buch trägt.

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    1. Es freut mich sehr, dass Sie sich freuen! :-)

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  2. Hey,
    mich konnte die Geschichte leider nicht so richtig überzeugen, aber wahrscheinlich war es einfach die Schreibweise. Schön, dass sie aber für dich genau das richtige war. :)
    Liebe Grüße,
    Ruby

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    1. Mir hat es total gut gefallen. Aber Geschmäcker sind verschiedenen :-)

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