Donnerstag, 19. März 2015

[Rezension] Teufel (Markus Tillmanns)



http://www.markustillmanns.de/
(c) Markus Tillmanns
Ausgabe: Mobi

Seiten:294

ISBN/ ASIN: B00QKQYTW8

Verlag:selfpublished










Zunächst danke ich dem Autor, dass er mich auf sein Buch aufmerksam gemacht hat.


Ein Komet rast direkt auf die Erde zu! Wissenschaftler, Astrophysiker und der Rest der Welt sind in Aufruhr - Komet oder doch UFO? Kometen können nicht anhalten. Kometen haben keine Insassen und schon gar nicht Luzifer. Seit jener höchstpersönlich vor dem Kölner Dom zu Boden schwebt, scheinen die Menschen nicht mehr sie selbst zu sein. Tabariel kann nicht glauben, was er sieht. Er stellt Nachforschungen an und gerät sehr schnell in einen tödlichen Strudel aus teuflischen Plänen.

Ich gebe zu, dieses Buch hätte ich wahrscheinlich nicht gelesen, hätte mich der Autor nicht darauf aufmerksam gemacht. Und ja, ich gebe zu, die meisten Geschichten rund um die Bibel sind normalerweise nicht immer ganz mein Geschmack. Entsprechend war ich zwar größtenteils neugierig, aber auch ein wenig skeptisch. Aber: Ich war sehr positiv überrascht.

Der Prolog ist schon sehr spannend aufgebaut und hat meine Neugierde vergrößert. Den Schreibstil fand ich auch sehr angenehm: sehr flüssig und stets mit ein bisschen Humor versetzt. Die Spannung wird dezent aufgebaut. Es gibt immer wieder kleinere Spannungsspitzen. Aber erst zum Schluss gibt es den eigentlichen Höhepunkt. Zudem hat der Autor immer wieder kleine Cliffhanger am Ende eines Kapitels eingebaut. Natürlich musste ich unbedingt wissen, wie es weitergeht. Die Geschichte ist sehr logisch und konsequent aufgebaut. Ich wartete dauernd voller Ungeduld, wie die einzelnen Handlungsstränge weitergehen und wie sie sich verknüpfen.

Es gab allerdings zum Anfang der Geschichte öfter die ein oder andere inhaltliche Wiederholung, die zwar nicht ganz wortgleich war, aber trotzdem sehr auffällig. 

Die Charaktere bleiben ein wenig blass, ich hatte bis zum Schluss keine genaue Vorstellung davon, wie sie eigentlich aussehen. Dies ist jedoch nicht schlimm, da im Verlaufe des Buches das Aussehen unwichtig ist. Viel wichtiger ist eigentlich die Botschaft, die hinter der Geschichte steckt: Sind alle Engel gut? Ist der Teufel böse? Und was ist dann der Teufel, der eigentlich ein Engel ist? Markus Tillmanns ist es wirklich sehr gut gelungen zu veranschaulichen, dass man nicht immer glauben darf, was man sieht, sondern dass man auch auf sein Herz hören muss. Zudem gab es keinen langweiligen Religionsunterricht in der Geschichte, sondern die Zusammenhänge wurden sehr gut durch andere kleine Geschichten erklärt. Auch Leser, die - wie ich - sich nicht mit der Bibel auskennen, können der Geschichte sehr gut folgen.

An manchen Stellen hätte ich mir noch ein bisschen mehr Tiefe und Hintergrundinformationen gewünscht. Der Leser sieht sich mit - manchmal auch erschreckenden - Tatsachen konfrontiert, aber es wird nicht immer aufgeklärt, wie es dazu kam oder was geschehen ist. Um das Verhalten bestimmter Charaktere zu verstehen, wäre es sinnvoll gewesen, den Leser mit etwas mehr Informationen zu füttern. Neugierig wäre ich auf jeden Fall darauf gewesen. Auch die Einführung der Charaktere fand ich ein bisschen verwirrend. Zwar tauchen diese erst nach und nach in der Geschichte auf, aber es bleibt oft erst einmal unklar, in welcher Beziehung die Charaktere zueinander stehen. Dies ergibt sich zwar später aus dem Kontext, aber anfangs kann das zu Verwirrungen führen.

Insgesamt aber konnte mich die Geschichte überzeugen und ich würde sehr gerne wissen wollen, wie es weitergeht. Ich vergebe daher tolle 4/5 Sternchen.

Zum Buch geht es hier.


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