Donnerstag, 12. März 2015

[Rezension] Squids - Die phantastische Reise des Jake Forrester (Gesamtausgabe)



Ausgabe: Mobi

Seiten:744

ISBN/ ASIN: B00Q4AGXLU

Verlag: BookRix

Erschienen: 29.01.2015







Zunächst danke ich dem Autor noch einmal ganz herzlich, dass er mir ein Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt hat!


Jake wacht auf, doch eigentlich müsste er doch tot sein! Oder nicht? Und wo befindet er sich eigentlich? Was ist passiert? Wurde er gerettet oder ist er ein Gefangener? Fragen über Fragen, aber keine Antworten. Erst allmählich erfährt Jake, seines Zeichens Astrophysiker, was geschehen ist. Er muss lernen, sich zurechtzufinden, aber das ist gar nicht so einfach, denn überall lauern unbekannte Gefahren und Wesen, die es nicht allzu gut mit ihm meinen. Tja, und dann ist da noch die Sache mit dem drohenden Untergang sämtlicher Zivilisationen. Es müsste für einen Astrophysiker doch eigentlich ein Klacks sein, die Welt zu retten, oder?

Bei diesem Buch handelt es sich eigentlich um einen Science-Fiction-Roman, der aber durchaus auch Züge einer Dystopie erkennen lässt. Es ist ein sehr ungewöhnliches Buch und einfach erfrischend anders.

Der Schreibstil ist locker und flüssig, gewürzt mit einer gehörigen Portion Sarkasmus und Humor. Die Geschichte liest sich recht leicht. Ich muss allerdings zugeben, dass ich manches Mal nicht so ganz mitgekommen bin, wenn die Charaktere physikalische Fachsimpeleien von sich gaben. Ich verstehe nach dieser Geschichte auch nicht mehr von (Astro-) Physik als vor der Geschichte, ja, ich kann nicht mal nachvollziehen, ob das überhaupt stimmt, was die Figuren da von sich gegeben haben. Aber darum geht es auch gar nicht. Bei diesen Textstellen kann sich der Leser getrost einfach treiben lassen, sich entspannen, den Wortklaubereien "lauschen" und trotzdem kann er der Geschichte sehr gut folgen.

Die Charaktere sind nicht sehr detailliert beschrieben und lassen einigen Platz für eigene Vorstellungen. Trotzdem gelingt es dem Autor, seine Figuren nicht verblassen zu lassen. Das Hauptaugenmerk wird immer wieder auf die Handlung gerichtet, so dass durch die vielen Aktionen der Figuren das Aussehen relativ unwichtig wird. Die Figuren kennzeichnen sich durch ihre Handlungen aus, nicht durch ihr Aussehen. Es gibt allerlei typische Eigenschaften für jeden der Charaktere, diese sind sehr ausgeprägt gezeichnet worden. Aber natürlich entwickeln sie sich im Laufe der Geschichte weiter, manche überraschend, bei manchen kann der Leser es bereits erahnen.

Der Beginn der Geschichte wird mit sehr vielen Fragen eingeleitet, die sich dem Leser und dem Protagonisten direkt stellen. Aber der Autor lenkt sehr geschickt von einer Antwort ab. Es gibt zwischendurch sehr kurze Passagen, die aber noch viel mehr Fragen aufwerfen und keine beantworten. Die Neugier der Leser wird definitiv geweckt - und er wird auch nicht enttäuscht.

Der Fluss der Geschichte wird durch sehr viele Actionsequenzen gefördert, es gibt immer wieder Drehungen und Wendungen und Unerwartetes, so dass die Spannung nicht zu kurz kommt. Zudem werden einige Themen angesprochen, die den Leser innehalten lassen und wieder zum Nachdenken anregen: respektvoller Umgang mit allen Lebewesen, egal, welcher Herkunft, welchen Standes, welcher Art, ob Tier oder Mensch. Teilweise wird auch die Bürokratie ein bisschen auf die Schippe genommen. Diese Passagen sollte man auf jeden Fall mit Humor nehmen. 

Als ich das Buch begonnen hatte, hatte ich keine wirkliche Ahnung, worum es eigentlich geht, was mich erwartet. Der Autor hat mich wirklich sehr positiv überrascht und ich bin wahnsinnig froh, dass ich mir das Buch nicht habe entgehen lassen. Und ihr solltet das auch nicht tun. Ich vergebe 5/5 Sternchen.

Zum Buch geht es hier.

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