Montag, 5. Januar 2015

Saphirherz (Narcia Kensing)



http://www.nadine-kuehnemann.de/
(c) Nadine Kühnemann/ Fotolia
Ausgabe:Mobi

Seiten: 230

ISBN/ ASIN: B00QDWNNEO

Verlag: selfpublished











Lilly ist seit dem plötzlichen Tod ihrer Mutter untröstlich. Ohne Job und ohne Geld lebt sie bei ihrer nervigen Cousine. Eines Tages bekommt sie ein Jobangebot in einer Bar in New York. Dort muss sie als Kleinstadtkind nicht nur das Großstadtleben meistern. Sie lernt ihre neuen Kollegen kennen. Und auf einmal umschwärmen sie gleich zwei Typen. Doch welches Geheimnis umgibt die beiden und für wen soll sie sich entscheiden? Nicht zu vergessen, die Stimme, die sie ab und an ihrem Kopf hört und sie warnt. Wird sie langsam verrückt?


Dieses Buch ist sehr faszinierend geschrieben. Es gibt verschiedene Erzählstile, die sich gegenseitig abwechseln: Zum einen der auktoriale Erzähler, der die Geschichte aus Lillys Sicht erzählt, zum anderen den Ich-Erzähler, der aus der Vergangenheit berichtet, ohne zu verraten, wer er ist. Mehr kann ich dazu nicht schreiben, ohne zu viel zu verraten.

Die Geschichte nimmt einen recht ungewöhnlichen Verlauf: Je mehr man gelesen hat, um so weniger weiß der Leser. Die Autorin versteht es sehr geschickt, Puzzleteile von Geheimnissen umzudrehen und dem Leser trotzdem das Gefühl zu geben, eher ein weiteres Geheimnis entdeckt statt aufgedeckt zu haben. Nur nach und nach und auch nur nebenbei gelingt es dem Leser, dem Buch Antworten zu entlocken. Auch wenn es in der Geschichte selbst kaum handlungsreiche Spannungsspitzen gibt, wird hierdurch die Spannung immer weiter aufgebaut. Die Wechsel zwischen den Erzählperspektiven trägt sein Übriges zum Spannungsaufbau bei. Super gelungen finde ich, wie sich die Wechsel voneinander abgrenzen. Der Leser weiß stets genau, dass dieser gerade stattfand. Verwirrt werden kann man nicht.

Auch im Übrigen ist der Schreibstil sehr flüssig und angenehm zu lesen. Der Leser bekommt einen sehr guten Eindruck der Charaktere und Orte. Je nach Situation ist die Atmosphäre eher düster oder freundlich oder aber auch romantisch gehalten. Die Figuren sind rundum gut beschrieben, haben ihre Ecken und Kanten und ihre Handlungen sind nachvollziehbar. Auch ihre Entwicklung gestaltet sich konsequent und logisch. Die Geschichte überrascht mit vielen Wendungen, die der Leser nicht erahnen kann. Auch sonst fällt es dem Leser schwer, die Ereignisse oder Geheimnisse vorherzusehen. Zweifellos trägt auch das zur Spannung bei.

Der Leser bekommt eine rundum überzeugende romantische Fantasy-Geschichte, die sich wunderbar für lange Winterabende auf der Couch eignet. Ich vergebe daher 4,5/ 5 Sternchen.

Zum Buch geht es hier.

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