Mittwoch, 7. Januar 2015

Ich würde sterben für dich - Dear Sister 1 (Maya Shepherd)


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(c) Maya Shepherd
Ausgabe:Taschenbuch

Seiten: 392

ISBN/ ASIN: 978-1499275056

Verlag: CreateSpace Independent Publishing Platform

Erschienen: 26.04.2014






Winters Schwester Eliza ist seit einigen Monaten spurlos verschwunden. Doch eines Tages erhält sie einen Brief von ihr aus Amerika. Nur wenige Tage später traut Winter ihren Augen kaum: Während eines Klassenausflugs nach Dublin, glaubt sie, ihre Schwester zu sehen. Und dann geschehen plötzlich die Morde. Es scheint, dass sie überall dort geschehen, wo sich Winter aufhält. Wer steckt dahinter? Und was ist tatsächlich mit ihrer Schwester geschehen?


Ein Buch - mehr Jugendthriller als Fantasy, aber eines, dass mich ganz sicher gepackt und nicht mehr losgelassen hat. Der Schreibstil ist ganz "Shepherd-like" gewohnt flüssig und klar und sehr gut strukturiert. Wer aufmerksam liest, dem wird auch der teilweise leicht sarkastische Unterton nicht entgehen, der punktiert und absolut passend mit einfließt. Die Geschichte wird aus verschiedenen Perspektiven erzählt, auch das kenne ich bereits von der Autorin. So fiel es überhaupt nicht schwer, direkt in die Geschichte abzutauchen. Charaktere mit den verschiedensten und gegensätzlichsten Eigenschaften treffen hier aufeinander. Das Weltbild der Leser wird zum Teil völlig auf den Kopf gestellt und hinterher weiß er keine klare Antwort mehr. Könntest du einen Mörder lieben? Nein? Dann hast du dieses Buch nicht gelesen!

Die Figuren sind rundum gut gezeichnet, Beschreibungen über Elizas Eigenschaften erfährt der Leser zunächst nur aus Winters subjektiver Sicht. Sie sind Schwestern, wie sie unterschiedlicher nicht sein können. Eine Art Hassliebe ist das einzige, was sie miteinander zu verbinden scheint. Ansonsten werden die Charaktere in einer sehr spannenden Mischung aus Beschreibung und Aktionen dargestellt. Keine Figur bleibt blass im Hintergrund; auf jede wurde äußerste Sorgfalt gelegt. Aber der Leser irrt, wenn er meint, die Figuren zur Genüge zu kennen. Im Laufe der Geschichte offenbaren sie ihre Geheimnisse und verborgenen Facetten und immer wieder gelingt es der Autorin, den Leser zu überraschen. Nichts ist vorhersehbar; der Leser hat ja nicht den leisesten Hauch einer Ahnung!

Die Handlungen der Charaktere sind durchweg nachvollziehbar, auch wenn sie nicht immer vernünftig sind. Aber das ist ja so ziemlich das menschlichste, was es gibt. Die Spannung wird sehr sorgfältig aufgebaut, es gibt einige Spitzen und der Leser hat eher wenig Zeit zum Durchatmen, sei es, dass er sich auf der Flucht, auf der Jagd oder einfach in einem Pub beim Tanzen befindet. Alles hat so real auf mich gewirkt, ich hatte häufig das Gefühl, einfach nur hinfassen zu müssen, um Teil dieser Geschichte zu werden. Die Story selbst ist auch sehr logisch aufgebaut, die Autorin musste nichts künstlich konstruieren, damit sie ihren Lauf nehmen kann.

Und wenn der Leser am Ende angelangt ist, kann er sich noch einmal die Frage stellen, ob er einen Mörder lieben kann? Dieses Buch solltet ihr unbedingt gelesen haben; ich kann es uneingeschränkt weiterempfehlen und vergebe daher 5/5 Sternchen.

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