Dienstag, 18. November 2014

Zwischen zwei Welten - Scarlett & Callum 1 (Selina Marie)

(c) Selinia Marie
Ausgabe: Mobi

Seiten:285

ISBN/ ASIN: B00SQI9SUG

Verlag: selfpublished










Scarlett ist eine skrupellose Vampirjägerin. Eines Tages trifft sie auf den Meistervampir Callum. Doch bevor sie ihn töten kann, wird sie durch einen Fluch an ihn gebunden. Fortan spürt sie, was er spürt. Und schon bald muss sie feststellen, dass mehr als Hass die beiden verbindet.


Dieses Buch ist auf gar keinen Fall ein Vampirbuch unter vielen derselben Art. Keine atemberaubende Sie, die dem Charme des atemberaubenden Vampirs verfällt. Na gut, vielleicht ist auch ein bisschen was für das Herz dabei. Fakt bleibt aber, dass es sich bei Scarlett nicht um ein hilfloses Weibchen handelt, die sich dem Sog eines gutaussehenden Vampires nicht entziehen und ohne seine Hilfe nicht überleben kann. Ganz im Gegenteil: Taffer geht eigentlich nicht mehr.

Die Autorin Selina Marie schreibt ihre Geschichte mit sehr viel Witz. Teilweise geht es auch ein wenig makaber zu. Aber mal im Ernst: In einer Welt voller untoter Wesen kann man manche Dinge eben nicht todernst betrachten .... ups. Wörter wie "todernst" oder "ent-" bzw. "begeistern" erhalten eine ganz neue Bedeutung. Lasst euch einfach überraschen.

Die Geschichte ist aus Sicht von Scarlett geschrieben. Sie liest sich sehr flüssig und lässt den Leser häufig schmunzeln. Die Autorin vermag es, die Figuren und ihre Umgebung so zu beschreiben, als wäre der Leser direkt dabei. Ich konnte mir alles sehr gut vorstellen.

Spannung wird zwar aufgebaut und entlädt sich auch, und zwar nicht zu knapp. Aber ich hätte mir insgesamt mehr Tiefe gewünscht, insbesondere an den spannenden Stellen. Die Gefahren werden meiner Meinung nach zu schnell aufgelöst, Callum ist immer zur Stelle und er ist einfach zu perfekt. Nie passiert ihm etwas, nie schwebt er in wirklicher Gefahr und stets gelingt ihm alles bestens. Und auch Scarlett droht eigentlich nie echte Gefahr um ihr Leben.

Was mich auch ein wenig gestört hat, war die Tatsache, dass Callum dauernd etwas gezischt hat. Das hat an sehr vielen Stellen einfach nicht gepasst. Statt des Zischens wäre manchmal ein Raunen oder Murmeln etc. passender gewesen.

Aber letztlich steckt in dieser Geschichte auch eine gut verpackte Moral um Vorurteile. Und das Ende lässt den Leser definitiv hungrig nach Band 2 zurück.

Wer also einer weiteren Vampirgeschichte eine Chance geben möchte oder mit Vampiren noch gar nicht vertraut ist, dem kann ich dieses Buch nur empfehlen. Ich vergebe daher 4/5 Sternchen.

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